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Flamenco im Mai war immer etwas besonderes -Flamenco Empirico

Mai – das war seit 2010 die Zeit von Flamenco Empirico (2009 fand das erste Flamenco-Empirico-Festival im Februar statt, entwickelt und kuratiert von Juan Carlos Lérida). Und dank der Facebook-Erinnerungen bekomme ich derzeit täglich einen Aspekt aus dieser Zeit meines Lebens in die Gegenwart gespült. Was das auslöst?

Screenshot der Facebook-Erinnerung zu Flamenco Empirico
Wenige Tage vor meiner ex.duo-Premiere beim 2. Festival „Flamenco Empirico“ im CCCB. Mai 2010, Barcelona.

Das zwickt ein bißchen. Wegen der Sentimentalität – weil etwas so einschneidendes, aufwühlendes, einmaliges und doch über viele Jahre konstant wiederkehrendes nicht mehr ist. Es ist gleichzeitig auch wunderbar, an so viele große Lebens-Kunst-momente erinnert zu werden.

Und a propos Sentimentalität: das war mein allererster Blogbeitrag über Flamenco Empirico am 19. Jänner 2009

Mein Flamenco Empirico

Flamenco Empirico ist für mich: Geburtsort des ex.duos – und Uraufführungsort von ex.duo 1 und 2.

Es ist der Ort, an dem ich erstmals mit Bata de Cola tanzte. Dann erstmals mit Mantón.

Ich habe eine Polaroid-Ausstellung gemacht, eine Fotoausstellung (de estetica flamenca), eine Website (flamencosempiricos).

Ich habe so viel geschrieben und getanzt. Aus mir heraus.

Ich habe schwanger getanzt, mein Lunares-Video und das Video „a mi fuente“ mit der tropfenden Brust präsentiert.

Und als ich dann nicht dort sein konnte, erschuf ich die „Flamenco Empirico Home Edition„. Und auch das ist vorbei.

Was bleibt mir?

Mir bleibt, was in mir ist. Was aus mir gewachsen und geworden ist. Mir bleibt die Erinnerung, mir bleiben Fragen. Mir bleibt die Lust zu wachsen. Mir bleiben Verbindungen. Mir bleiben Polaroids, Fotos, Texte, Werkzeuge, Methoden. Mir bleiben Menschen. Mir bleibt meine Verblüffung über mich, meine Kunst, meinen Motor.

Flamenco Empirico war ein Fixpunkt, der mich antrieb. Mai – die Zeit, in der ein neues Stück fertig sein musste. Sollte. Etwas.

Mai 2016 – was ist fertig?

Nichts.

Und manchmal denke ich: ich habe ausgetanzt. Fertig erschaffen. Genug.

Dann ist es still und ich merke: Ideen entstehen wie von selbst. In mir. Bilder und Musik finden mich. Projekte bekommen Formen. Es ist schön, das zu spüren – meine Quelle, meinen Drang.

Also – was ist fertig?

Noch nichts. Aber…

PS: Flamenco Empirico Method

Wer etwas von Flamenco Empirico erleben und gestalten will: Juan Carlos Lérida, treibende Kraft und Kreator von Flamenco Empirico, hat seine Unterrichtsmethode weiterentwickelt und geformt. Sie heißt Flamenco Empirico Method – man kann sie in seinen Workshops erleben und erlernen. In seinem Blog gibt er Einblicke in seine Workshops.